Seit zwanzig Jahren baut das Team der ehrenamtlichen Krippenbauer mit großem Engagement die Krippe mit der Heiligen Familie und den lebenden Tieren auf dem Friedrichshafener Weihnachtsmarkt auf. Zahlreiche Kinder und Erwachsene kommen auf den Weihnachtsmarkt und freuen sich über die liebevoll gestaltete Krippe. Ein großer Dank gilt den zwölf ehrenamtlichen Männern, die sich jedes Jahr aufs Neue dieser Aufgabe mit Herzblut und viel Freude annehmen. Als Dank erhielten alle zwölf Krippenbauer ein Weinpräsent.

Was wäre der Friedrichshafener Weihnachtsmarkt ohne die große Krippe, die seit nunmehr zwanzig Jahren aufgebaut wird. Die Idee, eine Krippe mit lebensgroßen Figuren und echten Schafen auf dem Weihnachtsmarkt aufzustellen, hatte Gisela Geske von der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafen vor zwanzig Jahren. Männer, die diese Idee umsetzten, fand sie in der katholischen Kirchengemeinde St. Magnus Fischbach. Die Krippenwerkstatt war der Bastelraum der St. Magnuskirche. Dort fertigten Werner Brugger, Rudolf Beier, Georg Berger sowie  Wilfried Herrenberger unter Anleitung von Max Behr die Krippe und die dazu gehörenden Figuren an. Reinhard Obert gestaltete die Fassade der Krippe farblich. Die lebensgroßen Figuren modellierte 1996 Schwester Christiane von der Mädchenrealschule St. Elisabeth. Die Kleidung der Figuren fertigte Franz Boppenmaier an.  1999 wurden die Figuren ausgetauscht. Die neuen Figuren wurden von Reinhard Obert geformt.

Das Krippenteam, alles Fachleute, sind: Max Behr, Georg Berger, Franz Boppenmaier, Werner Brugger, Hans Deininger, Walter Dezelak, Joachim Günther, Wilson Hermes, Wilfried Herrenberger, Bruno Kuppel und Egon Schwabe. Rudolf Bauer ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit dabei. Mit 86 Jahren ist Franz Boppenmaier der älteste ehrenamtliche Helfer im Team.

Das Krippenteam ist seit 1996 für den Auf- und Abbau der Krippe und für alle anfallenden Reparaturen verantwortlich. Unterstützt werden sie heute beim Auf- und Abbau der Hütte von den Mitarbeitern der Städtischen Baubetriebe. Sie bringen den Stall, der aus 194 Teilen besteht, aus dem Aufbewahrungsraum in Allmannsweiler zum Weihnachtsmarkt und holen die Hüttenteile am Ende des Marktes wieder ab.  Für den jährlichen Auf- und Abbau der Krippe benötigen die Krippenbauer rund 240 Stunden.

Stellvertretend für das gesamte Team überreichten Hans-Jörg Schraitle (Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt), Thomas Goldschmidt (Geschäftsführer der Stadtmarketing Friedrichshafen GmbH) und Marktmeister Florian Anger an Bruno Kuppel, Max Behr, Georg Berger, und Werner Brugger ein Weinpräsent.

Stellvertretend für das gesamte Team überreichten Hans-Jörg Schraitle (Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt), Thomas Goldschmidt (Geschäftsführer der Stadtmarketing Friedrichshafen GmbH) und Marktmeister Florian Anger an Bruno Kuppel, Max Behr, Georg Berger, und Werner Brugger ein Weinpräsent.

“Wenn man so etwas macht, denkt man nicht an die Stunden. Das große Interesse und die Freude der Kinder und Erwachsenen motiviert uns jedes Jahr aufs Neue, die Krippe beim Weihnachtsmarkt aufzubauen“, erklärt Werner Brugger. Beim Auf- und Abbau der Krippe, egal bei welchem Wetter, versorgt Gisela Geske die Mannschaft mit Vesper, Kaffee und Getränken. Und auch dann, wenn die Krippe längst in ihrem Sommerquartier steht, gibt es noch etwas zu tun. „Da es beim Abbau der Krippe immer sehr hektisch zugeht, werfen wir alle Schrauben, die den gesamten Stall zusammenhalten, in einen großen Eimer. Im Sommer machen wir dann ein „Schraubenfest“, bei dem die Schrauben sortiert werden, damit beim nächsten Aufbau alles klappt. Dabei kommt die Geselligkeit nicht zu kurz“, erzählen Max Behr (83), Bruno Kuppel (70), Werner Brugger (74) und Georg Berger (83).

Ein ganz besonderes Erlebnis der Freude gab es 2012, als im Stall der Krippe ein kleines Lämmchen auf die Welt kam. „Das war schon etwas Besonderes, das man nicht vergisst“, so die Krippenbauer. Dass Freud und Leid manchmal eng zusammenliegen, wurde später deutlich, als im selben Jahr das Christkind in der Krippe von Unbekannten total und der Flötenjunge zum Teil zerstört wurden. Davon ließen sich die Krippenbauer nicht beirren. Im Jahr darauf lag ein neues Christkind in der Krippe, das von Max Behr gestaltet wurde. Die Kleidung für Maria, Josef und den Flötenjungen wurde 2013 von Maria und Josef Winterhalter neu genäht. „Die Kleider der lebensgroßen Figuren müssen immer wieder neu genäht werden, da sie durch die Winterung sehr strapaziert werden. Aber auch sonst müssen regelmäßig Reparaturen am Stall vorgenommen werden“, berichtet Georg Berger.

Die Krippe gehört der Stadt Friedrichshafen und wurde von ihr finanziert. Außerdem übernimmt sie alle anfallenden Kosten für die Erhaltung der Krippe. Das große Engagement und die viele Arbeit leisten die zwölf Männer ehrenamtlich. Die Schafe stammen vom Schäferhof Franz Kanz aus Mittelstenweiler. Sie werden abends und morgens gefüttert und über Nacht  im Stall untergebracht. Georg Berger erinnert sich daran, dass er einmal morgens die Schafe aus dem Stall herausließ. „Am Zaun vor der Spendendose stand eine ältere Dame und warf eine Spende ein. Mit Blick auf das Schaf, das auf sie zukam, sagte sie: „Bist Du zufrieden, mit dem was ich in die Spendendose geworfen habe?“ Das Schaf blickte sie an und machte „mäh“. Und so gibt es noch viele Geschichten, die die Krippenbauer beim Auf- und Abbau erleben. An eine Geschichte erinnern sie sich auch. 2015 sind die Schafe ausgebrochen und wir haben sie beim Parkhaus am See wieder eingefangen.

Nach dem Umzug des Weihnachtsmarktes vom Adenauerplatz auf den Buchhornplatz erhielt die Krippe 2016 erneut einen anderen Standplatz. „Um die Krippe am jetzigen Standort aufbauen zu können, mussten wir ein paar kleine Anpassungen machen. Das war aber kein Problem“, so Max Behr. Mit dem neuen Standplatz auf dem Buchhornplatz sind sie sehr zufrieden. Besonders das kleine Wäldchen neben dem Stall und die Rampe, die es auch Menschen mit Gehbehinderungen, Rollatoren und Müttern mit Kinderwagen möglich macht, direkt an den Zaun der Krippe zu kommen um die Schafen streicheln zu können, kommen gut an.

Wer vor der Krippe steht, sieht rechts am Zaun eine kleine Spendendose hängen, mit der die Krippenbauer um eine Spende bitten. Das Spendengeld kommt 2016  Schwester Baptista von der Häfler Teestube zugute.

Auch wenn der Weihnachtsmarkt am Mittwoch, 21. Dezember seine Buden schließt, bleibt die Krippe mit der lebensgroßen Heiligen Familie und dem Christkind  noch bis 27. Dezember auf dem Buchhornplatz stehen. Wer möchte, kann die Krippe während der Weihnachtsfeiertage besuchen.

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